Im letzten Sommer haben wir uns mal der Elektro-Bewegung angeschlossen. Denn inzwischen liegt es nicht nur im Trend, mit Elektro-Autos zu fahren, sondern auch mit Elektro-Rädern. Diese konnten wir uns von unserem Fahrradladen ausleihen, der diese demnächst im Sortiment führen wird. Geplant war eine längere Fahrradtour bis nach Polen, sozusagen gleich als Belastungstest für die neuen Bikes.
Zunächst waren wir etwas skeptisch wegen des doch etwas höheren Gewichts der Räder. Das würde uns wahrscheinlich ziemlich viel Kraft kosten. Doch das gute an diesen Rädern ist ja, dass man während der Fahrt einfach per Knopfdruck die integrierten Kurzschlussläufermotoren hinzu schalten kann, was nicht nur beim Bergauffahren, sondern auch beim Anfahren eine große Hilfe ist. Die Akkus der Räder hatten ungefähr eine Reichweite von 100 km. Mehr hatten wir sowieso nicht vor, pro Tag zurückzulegen, so dass wir sie über Nacht in unseren Unterkünften immer wieder aufladen konnten.
Wir hatten die polnische Grenze viel früher erreicht als eigentlich gedacht. Das lag vielleicht daran, dass es die ganze Zeit recht eben war, wenige Berge überwunden werden mussten und wir viel weniger Pausen brauchten als sonst. Und so entschlossen wir uns, noch einen kurzen Kururlaub in Polen zu verbringen. Unser Ziel war das Isergebirge, nicht nur weil es dort besonders schön ist, sondern weil es endlich auch ein paar Berge gab, in denen wir unsere Pedelecs richtig auf die Probe stellen konnten. Von unserem Wellnesshotel aus starteten wir jeden Tag eine andere Tour und haben uns am Abend bei Sauna und Massage wieder entspannt. Am letzten Tag wurde es noch einmal richtig sommerlich warm, sodass wir uns entschlossen im Hotel noch ein wenig unter dem Sonnensegel zu entspannen, bevor wir uns wieder auf die lange Rückreise in den Harz machten. Insgesamt war es ein sehr entspanntes Fahren und wir können diese Art zu Reisen guten Gewissens auch weniger durchtrainierten Radfahrern empfehlen.